Zwischen Gut und Böse

gutundboese04. Juli. Mitten im Sommerloch. Im Niemandsland der Sommerpause. 6 Wochen nach Saisonabschluss, 2 Wochen vor Saisonbeginn. Zwischen Gut und Böse sozusagen. Fragt sich: Was davon ist Gut und was Böse?

Die Niederlagen gegen Hoffenheim waren sportlich verdient – aber ebenso bitter. Am Ende stand nicht der Aufstieg, sondern die Erkenntnis: Mindestens noch ein weiteres Jahr Zweitklassigkeit.

Der Fußballgott meint es gerade nicht gut mit uns. Erst hält er Hoffenheim in der Liga und als ob er uns mit dem Zaunpfahl noch eins drüber geben will, beschert er uns einen echten Kracher zum Saisonbeginn: Zum Auftakt nach Paderborn – DAS ist 2. Liga, wie sie leibt und lebt. Die personifizierte Zweitklassigkeit. Paderborn als Person? Ein spießiger Kleinbürger. Beruf: Beamter in der Stadtverwaltung. Mit täglich frisch gemähtem Rasen und stets etwas grimmig wirkender Mimik.

Aber bringen wir es auf den Punkt. Für uns geht’s halt nach Paderborn, nicht nach München.  Kühe und Schweine statt Lederhosen und Blitzlichtgewitter. André Breitenreiter statt Pep Guardiola. Und das grausamste Halbzeitlied Deutschlands oben drauf.

Und wo ist das „Gut“?

Rückblickend steht der verpasste Aufstieg, vorwärtsblickend die triste Zweitligazugehörigkeit. Zwischen Gut und Böse, aber wo ist denn jetzt eigentlich das „Gut“? Irgendwie summt doch immer noch die Melodie des Relegationsrückspiels im Ohr. Ole Rot-Weiß. Nicht mehr als großer Chor, doch eingebrannt hat es sich schon. So ist trotz der Niederlage doch auch viel Gutes zurückgeblieben.

„Schulterschluss“ ist so eine inflationär benutzte Phrase, aber irgendwie passt sie doch. Die Fans sind wieder zusammengerückt. Noch viel mehr: Die FCK-Seele ist wieder im reinen mit sich selbst. Jeder hat gesehen, was den FCK ausmacht. Niemand kann mehr behaupten, wir wären einer dieser grauen Mäuse. Der Mythos FCK ist nicht tot. Im Gegenteil: Der Mythos lebt, auch wenn es dafür diese besonderen Momente braucht. Wir sind und bleiben unzerstörbar.

Was die neue Saison bringt? Unser Team ist aufstiegsfähig, doch wird vieles mit dem Saisonstart stehen und fallen. Wir gehen mit einem Trainer in die Saison, der wenig Kredit hat. Wenn der Erfolg da ist, wird er ohnehin keinen benötigen. Sollten wir fehlstarten, wird er ihn brauchen – aber nicht haben. Und dann könnte es schnell vorbei sein mit der Herrlichkeit. Aber alles reine Spekulation.

Schauen wir einfach, was uns die Saisonauftakt und die Hinrunde bringt. Gut oder Böse? Vermutlich beides – anders kennen wir es ja eh’ nicht.

Unzerstörbar:
// www.facebook.com/unzerstoerbarfck
Kein Wort beschreibt den Verein, seine Fans und den Mythos FCK besser wie dieses.

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