Willkommen #coachKosta

Die Trainingsjacken müssen neu bedruckt werden, ein neuer Coach ist da: Kosta Runjaic. Kurz: KR. Nein, Stopp. Das mit dem “KR” lassen wir. Das Kürzel hatten wir schon. Die Erinnerungen an einen gewissen Kjetil Rekdal (KR) von vor 6 Jahren wollen nicht wieder zum Leben erweckt werden, genauso wie an die vielen anderen Trainer der letzten 15 Jahre. Nun haben wir wieder mal einen neuen, der zwar nicht einzigartig in seinem Kürzel ist, aber doch wohl augenscheinlich in seiner Art und vielleicht auch in seinem Können:

„Runjaic gilt als erstklassig vernetzt, als lebendes Fußball-Lexikon, arbeitete zuletzt als Experte beim Fernsehen. Er ist ein Trainer, der seine Mannschaft gerne die Aufgaben spielerisch lösen sieht. Er fiel schon in seinen frühen Jahren durch moderne, abwechslungsreiche Trainingsmethodik auf.“

Ein neuer Trainer ist naturgegeben immer der nächste Heilsbringer, aber bei Runjaic stehen die Vorzeichen auch so ganz gut. Es ist Optimismus und Aufbruchstimmung zu spüren, wie sie nach den Verpflichtungen von Kurz, Balakov und Foda und all seinen Vorgängern nicht zu spüren war. Das bringt uns zwar keinen Punkt mehr auf dem Konto, doch ist die Akzeptanz und Gunst der Anhänger schon mal keine schlechte Startbasis.

Runjaic? Ein relativ unbeschriebenes Blatt. Kein Name, bei dem spontane Autokorso gestartet werden. Man muss schon genauer hinsehen:

Der Typ ist ein Erfolgsmensch. Einer, der sich als Trainer hocharbeiten musste. Niemand, der die Boulevard-Schlagzeilen füllt, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Niemand, der von einer sehenswerten Profikarriere profitiert – und auch wenn er eine aufzuweisen hätte, würde er sie vermutlich nicht als Legimitation für einen Trainerjob in der Bundesliga verstehen – so wie es der ein oder andere Rekordnationalspieler (aber auch viele andere) doch tun.

Runjaic ist einer, der inhaltlich punktet: Als Experte, als Fachmann. Mit dem Drang zur stetigen Weiterentwicklung: Er hospitierte bei Arsene Wenger in London, unter Frank Rjikard beim FC Barcelona,  bei Fenerbahce Istanbul und Roter Stern Belgrad.

Doch bei aller Euphorie: Es stehen schwere Spiele an.

20.09.2013 Ligaspiel beim 1.FC Köln
25.09.2013 DFB-Pokalspiel gegen Hertha BSC
29.09.2013 Ligaspiel gegen den TSV 1860 München

Köln erwartet uns nach ihrem 4:0 in Cottbus mit breiter Brust. Und ebenfalls im Gepäck: Ein neuer Heilsbringer. Nicht auf der Trainerbank, aber im Sturmzentrum. Hertha BSC im Pokal unter der Woche – da gäbe es auch leichtere Gegner. 1860 München zuhause – auch kein Zuckerschlecken.

Die Wochen der Entscheidung?

Nein, das sind sie nicht. Ehrlich nicht. Erfahrungsgemäß lassen sich auch relativ große Rückstände durch eine gute Ergebnisphase egalisieren. Nach dem 10. Spieltag ist noch niemand ab- oder aufgestiegen. Schreckliche Phrase, aber sie ist wahr. Die zahlreichen Beispiele sind bekannt und erspare ich uns an dieser Stelle.

Ich möchte bis zur Winterpause eine erste Linie erkennen können, erste sichtbare Unterschiede in der Ausrichtung. Für mehr benötigt es wohl eine gezielte und konzentrierte Vorbereitung – wozu im Winter genug Zeit wäre.

Von daher: Bis zur Winterpause Anschluss an die Aufstiegsplätze halten und dann durchstarten. Das ist mein Wunschszenario. Träumen darf man ja. Und damit das ganze ein bisschen Würze bekommt: Falls wir mit #coachKosta nicht aufsteigen sollten, fahre ich mit dem Fahrrad zum ersten Auswärtsspiel der neuen Saison. Wird aber nicht so kommen. Bin ich mir sicher.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s