Wenn der Wurm drin ist

Jeder kennt diese Tage, an denen alles schief läuft:

Der Haustürschlüssel klemmt und bricht ab.
Die sonst immer grünen Ampeln sind alle rot.
Beim Aussteigen tritt man in Hundemist.
Beim Frühstück kippt der Kaffee auf die Tastatur.
In der Mittagspause landet ein platzierter Schuss Taubenschiss auf der Jacke.

Die Abwärtsspirale, die aus heiterem Himmel und ohne Vorwarnung den Tag zur Vollkatastrophe macht. Die Tage, an denen man lieber im Bett hätte bleiben sollen.
Und selbst dann wäre vermutlich das Lattenrost gebrochen und hätte selbiges mit dem Genick getan. Das sind diese Tage an denen nichts geht.

Und diese Tage können auch mal zu Wochen und Monaten werden.
Besonders im Fußball. So finden sich Mannschaften mit überragenden Einzelspielern auch mal am Tabellenende wieder und keiner weiß warum. Andere laufen ihren Erwartungen hinterher, machen alles richtig und verlieren trotzdem.

Im Fußball gibt es für dieses Phänomen eine sehr treffende Beschreibung:
Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß.

Und ja, beim FCK ist so eine kleine (Mini-) Phase gerade akut: Zwei aufeinanderfolgende Niederlagen in der Liga. Von Krise gar nicht zu sprechen, doch ist zumindest der Wurm drin.

Kaum war die Tabellenführung erobert, so glitt sie uns wieder wie Wachs aus den Händen. Vier bzw. fünf Punkte Rückstand auf die Aufstiegsplätze sind nicht die Welt – und trotzdem kommen unweigerlich die Gedanken an das bekannte Gespenst in uns hoch: Relegation, bitte nicht schon wieder.

Und was hilft an diesen Tagen? Jammern und motzen schafft Luft und beruhigt das Gemüt, doch nützt es nichts. Die Tage, an denen scheinbar alles gegen einen gerichtet ist, werden immer mal wieder kommen.

Es gibt kein Patentrezept. Dagegenhalten ist die einzige Möglichkeit. Das Glück erzwingen. Die Abwärtsspirale mit kleinen Schritten stoppen. Aus Fehlern lernen. Das Positive sehen.

Schlüssel abgebrochen? Eine gute Gelegenheit, sich ein paar Ersatzschlüssel anfertigen zu lassen. Alle Ampeln rot? Zeit, mal eine neue Strecke auszuprobieren. Tritt in den Hundemist? Die Schuhe hatten ohnehin mal wieder eine Säuberung nötig. Kaffee auf der Tastatur? Vielleicht den Kaffee demnächst in der Küche trinken. Taubenschiss auf der Jacke? Wenigstens hat es keiner gesehen.

Mund abputzen und weitermachen, wie man im Fußball so schön zu sagen pflegt.

Der FCK hat das Potential, einen der ersten beiden Plätze zu belegen. Dabei bleibt’s.
Und vielleicht waren die Niederlagen gar nicht so schlecht.
Düsseldorf hat gezeigt, wie man uns zuhause knacken kann.
Jetzt weiß das Team zumindest, woran es zu arbeiten gilt.

Ich bin mir sicher, dass der Siegeszug weitergeführt wird.
Dafür sind wir einfach zu gut.
Am Freitag gibt es drei Punkte gegen Paderborn, in Ingolstadt noch drei Auswärtspunkte.
Dann sieht die Welt schon viel besser aus. Und die Tabelle auch.

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