Ein Orchester ohne Dirigent

Eine Truppe herausragender Solisten ohne fähigen Dirigenten: Das war mein Eindruck vom FCK gestern. Beschränkt in ihren Handlungsoptionen, beschränkt in ihren Variationen, beschränkt in ihrem System, aber nicht beschränkt in ihren Möglichkeiten. Wir brauchen ein System, eine Spielidee, mehr Variantenreichtum, mehr Handlungsoptionen – aber all das entsteht leider nicht durch feurige Ansprachen, markige Worte oder Brüll-Attacken am Zaun oder in der Kabine.

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Das gibt es nur in Kaiserslautern

»Es ist einmalig in der Bundesliga-Geschichte, dass Verantwortliche, die auch viel Positives für den Verein geleistet haben, in der Öffentlichkeit so platt gemacht wurden und immer noch werden. Das gibt es nur in Kaiserslautern.«

Dieses Zitat von Hans-Peter Briegel machte diese Woche die Runde. Gefunden im Artikel „Die Platz-Patrone“ auf 11Freunde.de. Und trotz zweiseitigem Inhalt war es vor allem dieser Schnipsel, über den diskutiert wurde. Der breite Tenor: Ja, da ist was dran – das gibt’s tatsächlich nur in Kaiserslautern. Zum Teufel mit uns Nörglern, dem undankbaren Pack. Die armen Verantwortlichen – was müssen sie nur alles erleiden.

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Der perfekte Trainer

Ist es nicht erstaunlich, dass in einem fußballbegeisterten Land mit 80 Millionen Einwohnern immer dieselben 30-40 Trainer hin- und hergereicht werden? Noch eben bei dem einen Verein aufgrund von Erfolgslosigkeit rausgeschmissen – wenige Tage später beim Konkurrenten als Heilsbringer vorgestellt. Dieser Vorgang ist ebenso verrückt wie gewöhnlich. Und dabei sucht doch jeder nach dem perfekten Trainer.

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Foda und der FCK: Hat das Zukunft?

Die Euphorie in der Pfalz ist grenzenlos, die Menschen strömen wie nie zuvor ins Fritz-Walter Stadion – beinah jedes Spiel ist ausverkauft, die Begeisterung ist überall zu spüren. Und dann wachte ich auf …

Nein, von diesem Zustand der vollkommenen Glückseligkeit sind wir in etwa so weit entfernt, wie unser Verein von einer Fanfreundschaft mit der TSG 1899 Hoffenheim. Und das trotz 4 Siegen in 5 Pflichtspielen.

Und woran liegt’s?

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Das Bild in den Köpfen: Eine Außenbetrachtung des 1. FC Kaiserslautern

Kampagnen Collage 1

Das Bild in den Köpfen? Hört sich viel besser als Marketing an – aber genau darum geht’s. Marketing: Eine Disziplin, die kaum jemand für notwendig hält.

Die Vorurteile:  Klatschpappen? Will kein Mensch haben. Werbung? Ich bin doch eh schon Fan. Dauerkartenaktion? Haut lieber das Runde ins Eckige.

Marketing ist das Ungeliebte Kind eines Fußballvereins. Doch es ist mehr als Klatschpappen und Werbung – und deshalb so notwendig. Und das gilt besonders für den FCK. Continue reading

1. Runde: Kurzer Prozess

Mama: Kind, du siehst ja gar nicht gut aus. Geht es dir etwa nicht gut?
Kind: Ich fühl mich nicht so gut, Mama.
Mama: Lass mal sehen, du siehst ja ganz blass aus. Mir scheint es fast als …
Kind: …als was?
Mama: …als hättest du diese Krankheit.
Kind: DIESE Krankheit?!
Mama: Ja, Kind. Ich glaube, du hast diese Krankheit.
Kind: Du meinst BrockmasterB?
Mama: Ja, ich glaube es ist BrockmasterB. Leg dich hin und ruh dich aus Kind. Es ist besser, wenn du jetzt nichts mehr sagst.
Kind: Geht klar Mum, yo!

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Der Nebel über dem Betzenberg

Überall war er gestern zu sehen, zu hören, zu riechen und zu spüren: Der Nebel über dem Betzenberg. Wie ein Schleier hat er sich seit dem 27.05.2013 über den Betzenberg gelegt. Entfacht im verlorenen Rückspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim, ist er bis heute nicht gewichen. Und er macht etwas mit uns. Wenn man an den FCK denkt, formt er einen Konkon der Zufriedenheit.

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