Lakic-Rückkehr: 12 Gründe, warum er einschlägt – und warum nicht

Jetzt ist es offiziell: Srdjan Lakic kehrt zurück zum FCK.
12 Gründe, warum er einschlägt – und warum nicht.

1. Lakic schlägt ein, weil … er etwas gut machen will. Die „Foto-Aktion“ bezeichnet er heute als „das einzige, was ich in meiner Karriere bereue“. Lakic ballert uns mit einer Menge im Wut im Bauch zum Aufstieg.

2. Lakic schlägt nicht ein, weil … ihm die passenden Mitspieler fehlen. In den erfolgreichen drei Jahren beim FCK profitierte Srdjan Lakic – neben seiner individuellen Klasse – auch von hochklassigen Vorbereitern in den Reihen des FCK: Ilicevic, Sam, Moravek, Tiffert. Dem FCK fehlt es aktuell an herausragenden Vorbereitern.

3. Lakic schlägt ein, weil … er keine Eingewöhnungszeit benötigt. Er kennt den Verein und das Umfeld. Oft entscheiden gerade diese weichen Faktoren über Erfolg und Misserfolg.

4. Lakic schlägt nicht ein, weil … er das Mannschaftsgefüge durcheinander bringt. Mit Lakic stehen nun sechs nominelle Stürmer im Kader. Auch unter Berücksichtung der Verletzung von Simon Zoller, existiert ein Überangebot im Sturm. Lakic war nicht mit im Trainingslager – und könnte trotzdem von Anfang an gesetzt sein. Hier wird der Psychologe Runjaic gefragt sein.

5. Lakic schlägt ein, weil … er für die zweite Liga viel zu gut ist. Punkt.

6. Lakic schlägt nicht ein, weil … weil er das grenzenlose Vertrauen braucht – und es nicht hat. Damals war Lakic der unangefochtene Nr.1-Stürmer. Er konnte sich schlechte Spiele erlauben und sich trotzdem sicher sein, zu spielen. Das gab ihm den nötigen Rückhalt und die Sicherheit. In der jetzigen Situation herrscht Konkurrenzdruck. Trifft er nicht, wird ein anderer seinen Platz in der Startformation einnehmen.

7. Lakic schlägt ein, weil … der Knoten platzt. Bei seinen letzten drei Stationen – Wolfsburg,Hoffenheim und Frankfurt – kam er nie über die Reservistenrolle hinaus. Auch deswegen, weil ihm immer noch teurere Neueinkäufe vor die Nase gesetzt wurden. Er hatte nie die Chance, sich zu etablieren. Jetzt will er es an alter Wirkungsstätte allen zeigen.

8. Lakic schlägt nicht ein, weil … er bei einem Teil der Anhängerschaft seinen Kredit verbraucht hat. Einige Fans sehen in ihm das Sinnbild eines Söldners.

9. Lakic schlägt ein, weil … die Rückkehr eines ehemaligen „Helden“ eine Euphorie entfacht. Die Unterstützung von den Rängen wird im Aufstiegskampf benötigt – besonders um die letzten beiden Heimpleiten vergessen zu machen.

10. Lakic schlägt nicht ein, weil … es ihm an Spielpraxis mangelt. Seit seinem Abschied aus Kaiserslautern hat er wettbewerbsübergreifend gerade einmal 25 Spiele von Anfang an bestritten. Und das in 2 ½ Spielzeiten.

11. Lakic schlägt ein, weil … er zur WM will. Kroatien ist für die WM qualifiziert. Um doch noch in allerletzter Sekunden auf den WM-Zug aufzuspringen, braucht Lakic Spielpraxis und vor allem Tore.

12. Lakic schlägt ein, weil … deswegen: https://www.youtube.com/watch?v=pZvRx3WvXSA

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Der Schmetterlingseffekt

Kleine Dinge können den Verlauf der Geschichte verändern. In der Wissenschaft spricht man hierbei von dem sogenannten Schmetterlingseffekt (englisch butterfly effect). Ein Effekt, bei dem in komplexen, nichtlinearen dynamischen Systemen eine große Empfindlichkeit auf kleine Abweichungen in den Anfangsbedingungen besteht. Das bedeutet: Geringfügig veränderte Anfangsbedingungen können im langfristigen Verlauf zu einer völlig anderen Entwicklung führen.

Weniger kompliziert ausgedrückt und auf unseren FCK übertragen: Was wäre gewesen, wenn es an diesem 27.05.2013 anders gekommen wäre? Im Rückspiel der Relegation. In dieser 68. Minute. Beim Stand von 1:1.

Eine Flanke kommt hinein, Mo Idrissou köpft, der Ball landet im Tor. Wenige Sekunden später die Ernüchterung: Abseits, das Tor zählt nicht. Einige Minuten später fällt das 1:2 für Hoffenheim. Es ertönt „Ole-Rot-Weiß“. Der Nichtaufstieg des FCK ist besiegelt.

Aber Stop. Drehen wir die Zeitmaschine wieder etwas zurück.

27.05.2013. Rückspiel der Relegation. Wir schreiben die 68. Minute. Es steht 1:1. Eine Flanke kommt hinein, Mo Idrissou köpft, der Ball landet im Tor. Der Blick wandert zum Linienrichter. Die Fahne bleibt unten. Das Tor zählt. Was danach passiert, ist Geschichte. Der FCK spielt sich in einen Rausch und erzielt bis zum Spielende noch weitere zwei Tore. Endstand: 4-1. Der FCK ist wieder erstklassig. Wer genau hinhört, vernimmt die leisen Abschiedsbekundungen der TSG-Fans. Mit Ole-Blau-Weiß verabschieden rund 20 verbliebene Fans ihre Mannschaft.

Der FCK ist zurück in der Bundesliga. Menschen liegen sich in den Armen, der FCK wird in ganz Fußballdeutschland gefeiert. Die nächsten Tage verbringen alle, die es mit dem FCK halten, in einem Vollrausch auf Dopamin. Doch schon bald kommt der Kater – der die auch zuvor schon vorhandenen Zweifel und Sorgen wieder freilegt.

Sind wir überhaupt erstligareif?

Unser Aufstiegstrainer Franco Foda erklärt sich selbst zum Jahrhunderttrainer, empfindet offenbar selbst keinen dieser Zweifel und Sorgen, die die Fans beim Gedanken an die nächste Saison mit sich tragen.

Willkommen in der Bundesliga: Wir schreiben den 10. Spieltag und stehen mit einem mageren Pünktchen und 3:18 Toren am Tabellenende der Bundesliga. Im ersten Spiel half uns noch der Schwung aus der Relegation. Ein Unentschieden zum Saisonbeginn, ab dann hagelte es nur noch Niederlagen. Da können wir noch so laut schreien, die Spieler laufen wie verängstigte Hasen über den grünen Rasen. Es scheint, als wollten 11 Einzelakteure zumindest ihre Haut retten. Keiner will den Ball, weil keiner weiß, was er damit anfangen soll.

Foda’s Kredit war spätestens nach der zweiten Niederlage aufgebraucht. Unser Weg ist vorgezeichnet: Der FCK wird gnadenlos aus der Liga geschossen, dafür muss man kein Prophet sein. Der Verein hat sich offenbar heute schon seinem Schicksal ergeben: Willkommen im biederen Kreis der Fahrstuhlvereine. Und eine Frage stellt sich:

Wären wir vielleicht doch besser nicht aufgestiegen?

Wäre doch dieses vermeintliche Abseitstor in der 68. Minute gegen Hoffenheim nicht gegeben worden. Idrissou stand mit dem Kopf im Abseits. Das war den Fernsehbildern eindeutig zu entnehmen. Der Linienrichter hat es anders gesehen. Die TSG Hoffenheim hadert heute noch mit der Entscheidung. Wir mittlerweile auch.

Wie gerne würde ich dieses kurzfristige Glücksgefühl dagegen eintauschen, eine Mannschaft zu sehen, die der ersten Liga gewachsen ist. Mit einem Trainer, der ihr gewachsen ist. Mit Konzept, mit Handschrift, mit Ideen. Die Zweifel und Sorgen waren berechtigt. Wir hätten niemals aufsteigen dürfen. Hätten wir lieber diesen Rückschritt gemacht, um vielleicht zwei nach vorne gehen zu können. Wäre das Tor doch einfach abgepfiffen worden. Das Glücksgefühl des Aufstiegs hat uns geblendet. Es würde nicht reichen – das war vielen klar. Spielerisch und taktisch zu limitiert, als das wir eine Chance hätten.

Der FCK ist am Ende

Die Fans sind es leid. 20.000 Zuschauer zu einem Bundesligaspiel. Wann hat es das zuletzt gegeben? Eintracht Braunschweig hat einen mageren Punkt mehr als wir und feiert ihre Mannschaft, als wenn sie jeden Gegner mit 6:0 vom Platz fegen würde. Wir sind Opfer unserer eigenen Erwartungen. Dabei erwarten wir doch gar nicht so viel. Nur einen Trainer und eine Mannschaft, mit der wir uns identifizieren können. Das tun wir nicht mehr. Der nächste Abstieg könnte dem FCK endgültig das Genick brechen.

Zurück in der Realität

Keine Esotherik, kein Voodoo-Zauber, kein Job bei Astro-TV – ich denke, ich bin mit der Meinung nicht alleine: Es ist genau richtig, so wie es gekommen ist. Vielleicht mussten wir einfach diesen Schritt zurückgehen, um zwei nach vorne zu machen.

Wer den FCK der Gegenwart sieht und erlebt, spürt diese 2 Schritte vorwärts. Das Team hat Zukunft. Noch ist es zu früh, den Tag vor dem Abend zu loben, aber dieses Team mit diesem Trainer ist aufstiegsfähig. Und fähig, sich in der ersten Liga zu halten. Und fähig, die Zuschauer zu begeistern. Und fähig, verlorengegangene Sympathien zurückzugewinnen. Aber vor allem fähig, um Kapitel in die FCK-Memoiren zu schreiben, die andere Überschriften als „Klatsche in Aalen“ oder „Blamage in Sandhausen“ tragen.

Viele haben es vor Monaten schon gedacht, nur wenige haben es auch ausgesprochen: Der FCK sollte besser nicht aufsteigen. Nicht mit diesem Trainer, nicht mit Franco Foda. In den Relegationsspielen gegen Hoffenheim ging es dann um etwas Höheres. Da war der Wunsch danach, dieses Projekt in die zweite Liga zu schießen stärker, als der Blick in die Realität. Die Realität, dass ein Aufstieg weder verdient, noch gut für den FCK gewesen wäre.

Alles ist gut, so wie es ist. Der FCK braucht die Täler, das war doch schon immer so. Dieses Tal – der verpasste Aufstieg im Relegationsrückspiel gegen Hoffenheim – war notwendig. Vielen Dank an das Schiedsrichterteam rund um Florian Meyer. Vielen Dank, dass Sie dieses Tor in der 68. Minuten nicht gegeben haben. Es hat einen notwendigen Prozess in Gang gesetzt, deren Ergebnis uns heute deutlich positiver in die Zukunft blicken lässt. Manchmal ist die bittere Pille langfristig die schmackhaftere. Dinge, die im ersten Moment als Katastrophe wirken, entpuppen sich auf Dauer als genau richtig. Nicht nur im Fußball, nicht nur beim FCK, aber vor allem da.

Aufwärtstrend: Die FCK-Aktie steigt

Im Fußball werden Helden genauso schnell geboren, wie sie zum Teufel gejagt werden. Gute Spiele verzerren das Bild, ebenso wie schlechte. An dem einen Tag fühlt man sich noch an die glorreichsten Tage des Vereins erinnert, an den anderen verliert man den Glauben daran, dass es sich noch um einen Profiverein handelt. An dem einen Tag hofft man, es geht ewig so weiter – an dem anderen Tag hofft man, dass der Absturz in die Bedeutungslosigkeit überhaupt noch zu stoppen ist. Das ist der Lauf der Dinge. Die Gegenwart beeinflusst das Bild, das man sich für die Zukunft ausmalt.

An diesem Tag im späten September schlägt es wieder mal in die positive Richtung aus. Noch vor wenigen Wochen drohte eine trockene Saison mit bitterem Ende. Nicht viel später, genauer gesagt heute, fällt es schwer zu glauben, dass der FCK-Express in dieser Saison noch aufzuhalten ist. Endstation: Bundesliga-Aufstieg.

Die Gegenwart ist mit Superlativen kaum zu beschreiben: In Köln dominiert, Hertha BSC aus dem Stadion geschossen, 1860 München in einer Weise auseinandergenommen, wie man es selten gesehen hat. Die Tage, an denen man die Bedeutungslosigkeit schon kommen sah, scheinen schon so fern – und sind es bei weitem nicht.

Hoch und runter in einem Wahnsinnstempo. Immer in der Hoffnung, dass der positive Lauf deutlich länger anhält als die Talfahrt.

Wie an der Börse

Auch hier verzerrt das Bild der Gegenwart den Blick für die Zukunft. In Zeiten eines Bärenmarkts sieht alles trist und grau aus. Die Menschen sind pessimistisch und ziehen ihr Geld zurück. In Zeiten eines Bullenmarkts sind die Menschen optimistisch und schenken Vertrauen, investieren und profitieren zugleich.

Unendlich viele verschiedene Faktoren bestimmen die Aktienkurse von heute, Indikatoren geben Hinweise auf die Kurse von Morgen: Arbeitslosenquote, Wirtschaftswachstum, der Geschäftsklimaindex, Quartalszahlen der Unternehmen. Wohin bewegt sich der Markt? Im Bullenmarkt gibt’s eine Rally nach oben, im Bärenmarkt den stetigen Abwärtstrend.

Jeder, der den FCK begleitet, spürt es: Die Indikatoren zeigen nach oben. Die nackten Zahlen sprechen für sich – und nicht nur die. Man muss kein messerscharfer Analytiker zu sein, um vorauszusagen: Der FCK-Express nimmt Fahrt auf. Das wird sich – neben den Ergebnissen – auch schon bald in den deutlich steigenden Zuschauerzahlen niederschlagen.

Auch der Zeitpunkt stimmt. Häufig entwickelt sich ein Bullenmarkt, wenn der tiefste Punkt – der Boden – erreicht ist. Wir haben unseren Boden (der Tatsachen) bereits erreicht. In Sandhausen und Aalen.

Aber Vorsicht

Wäre der FCK eine Aktie, könnte man durchaus von einer gesteigerten Volatilität sprechen. Auf und ab sind uns mehr als bekannt: Nicht die Sicht vernebeln lassen, Schwankungen einkalkulieren und investieren. Vor allem Vertrauen. Kein Aktienkurs schnellt unaufhörlich nach oben. Schwankungen sind normal, solange die Tendenz nach oben zeigt.

Wäre ich Börsenanalyst und der FCK wäre an der Börse notiert, gäbe es nur eine Empfehlung: Legt euch FCK-Aktien zu. In Form von Tickets für das Auswärtsspiel in Bielefeld, Tickets für die nächsten Heimspiele und vor allem das Auswärtsspiel im Pokal bei Union Berlin.

Jetzt ist die Phase, die vom Bärenmarkt gebeutelte FCK-Seele wieder zu regenerieren. Die Zeit bis zur Winterpause darf genutzt werden, den emotionalen Verlust der letzten Zeit wieder aufzuholen. Es ist Zeit für einen Bullenmarkt. Investieren und gewinnen, vor allem Vertrauen. Zu erwartende Rendite: Unbezahlbar.

Willkommen #coachKosta

Die Trainingsjacken müssen neu bedruckt werden, ein neuer Coach ist da: Kosta Runjaic. Kurz: KR. Nein, Stopp. Das mit dem “KR” lassen wir. Das Kürzel hatten wir schon. Die Erinnerungen an einen gewissen Kjetil Rekdal (KR) von vor 6 Jahren wollen nicht wieder zum Leben erweckt werden, genauso wie an die vielen anderen Trainer der letzten 15 Jahre. Nun haben wir wieder mal einen neuen, der zwar nicht einzigartig in seinem Kürzel ist, aber doch wohl augenscheinlich in seiner Art und vielleicht auch in seinem Können:

„Runjaic gilt als erstklassig vernetzt, als lebendes Fußball-Lexikon, arbeitete zuletzt als Experte beim Fernsehen. Er ist ein Trainer, der seine Mannschaft gerne die Aufgaben spielerisch lösen sieht. Er fiel schon in seinen frühen Jahren durch moderne, abwechslungsreiche Trainingsmethodik auf.“

Ein neuer Trainer ist naturgegeben immer der nächste Heilsbringer, aber bei Runjaic stehen die Vorzeichen auch so ganz gut. Es ist Optimismus und Aufbruchstimmung zu spüren, wie sie nach den Verpflichtungen von Kurz, Balakov und Foda und all seinen Vorgängern nicht zu spüren war. Das bringt uns zwar keinen Punkt mehr auf dem Konto, doch ist die Akzeptanz und Gunst der Anhänger schon mal keine schlechte Startbasis.

Runjaic? Ein relativ unbeschriebenes Blatt. Kein Name, bei dem spontane Autokorso gestartet werden. Man muss schon genauer hinsehen:

Der Typ ist ein Erfolgsmensch. Einer, der sich als Trainer hocharbeiten musste. Niemand, der die Boulevard-Schlagzeilen füllt, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Niemand, der von einer sehenswerten Profikarriere profitiert – und auch wenn er eine aufzuweisen hätte, würde er sie vermutlich nicht als Legimitation für einen Trainerjob in der Bundesliga verstehen – so wie es der ein oder andere Rekordnationalspieler (aber auch viele andere) doch tun.

Runjaic ist einer, der inhaltlich punktet: Als Experte, als Fachmann. Mit dem Drang zur stetigen Weiterentwicklung: Er hospitierte bei Arsene Wenger in London, unter Frank Rjikard beim FC Barcelona,  bei Fenerbahce Istanbul und Roter Stern Belgrad.

Doch bei aller Euphorie: Es stehen schwere Spiele an.

20.09.2013 Ligaspiel beim 1.FC Köln
25.09.2013 DFB-Pokalspiel gegen Hertha BSC
29.09.2013 Ligaspiel gegen den TSV 1860 München

Köln erwartet uns nach ihrem 4:0 in Cottbus mit breiter Brust. Und ebenfalls im Gepäck: Ein neuer Heilsbringer. Nicht auf der Trainerbank, aber im Sturmzentrum. Hertha BSC im Pokal unter der Woche – da gäbe es auch leichtere Gegner. 1860 München zuhause – auch kein Zuckerschlecken.

Die Wochen der Entscheidung?

Nein, das sind sie nicht. Ehrlich nicht. Erfahrungsgemäß lassen sich auch relativ große Rückstände durch eine gute Ergebnisphase egalisieren. Nach dem 10. Spieltag ist noch niemand ab- oder aufgestiegen. Schreckliche Phrase, aber sie ist wahr. Die zahlreichen Beispiele sind bekannt und erspare ich uns an dieser Stelle.

Ich möchte bis zur Winterpause eine erste Linie erkennen können, erste sichtbare Unterschiede in der Ausrichtung. Für mehr benötigt es wohl eine gezielte und konzentrierte Vorbereitung – wozu im Winter genug Zeit wäre.

Von daher: Bis zur Winterpause Anschluss an die Aufstiegsplätze halten und dann durchstarten. Das ist mein Wunschszenario. Träumen darf man ja. Und damit das ganze ein bisschen Würze bekommt: Falls wir mit #coachKosta nicht aufsteigen sollten, fahre ich mit dem Fahrrad zum ersten Auswärtsspiel der neuen Saison. Wird aber nicht so kommen. Bin ich mir sicher.

Ein Orchester ohne Dirigent

Eine Truppe herausragender Solisten ohne fähigen Dirigenten: Das war mein Eindruck vom FCK gestern. Beschränkt in ihren Handlungsoptionen, beschränkt in ihren Variationen, beschränkt in ihrem System, aber nicht beschränkt in ihren Möglichkeiten. Wir brauchen ein System, eine Spielidee, mehr Variantenreichtum, mehr Handlungsoptionen – aber all das entsteht leider nicht durch feurige Ansprachen, markige Worte oder Brüll-Attacken am Zaun oder in der Kabine.

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Der perfekte Trainer

Ist es nicht erstaunlich, dass in einem fußballbegeisterten Land mit 80 Millionen Einwohnern immer dieselben 30-40 Trainer hin- und hergereicht werden? Noch eben bei dem einen Verein aufgrund von Erfolgslosigkeit rausgeschmissen – wenige Tage später beim Konkurrenten als Heilsbringer vorgestellt. Dieser Vorgang ist ebenso verrückt wie gewöhnlich. Und dabei sucht doch jeder nach dem perfekten Trainer.

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Foda und der FCK: Hat das Zukunft?

Die Euphorie in der Pfalz ist grenzenlos, die Menschen strömen wie nie zuvor ins Fritz-Walter Stadion – beinah jedes Spiel ist ausverkauft, die Begeisterung ist überall zu spüren. Und dann wachte ich auf …

Nein, von diesem Zustand der vollkommenen Glückseligkeit sind wir in etwa so weit entfernt, wie unser Verein von einer Fanfreundschaft mit der TSG 1899 Hoffenheim. Und das trotz 4 Siegen in 5 Pflichtspielen.

Und woran liegt’s?

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